Die Bilder
Die Treppe
Sie hat sich von selbst entwickelt. Klaus Klinger wollte eine Verbindung schaffen von den Geleisen zum Haus. Wer geht denn da? Das ist Frau.. ?.. eine Ur-Flingeranerin, sie geht seit Jahrzehnten mit ihren Einkaufstaschen am Haus vorbei. Der Name ist bekannt, aber um die Identität zu schützen wird er hier nicht genannt.
Der Hund
Das Bild war fast fertig, als die Familie Buchwald ein neues Familienmitglied bekam. BB der Hund.
Er wurde dann als letztes aufgemalt.
Die unterste Reihe
Zu sehen sind Gartenhäuschen und ein alter Bauwagen. Sie symbolisieren die Gartenanlagen z.B. an der Fortunastraße direkt nach dem Krieg. Hier und genau so haben Menschen gewohnt. Hauptsache ein Dach über dem Kopf und einigermaßen warm. Mehr brauchte es in dieser Zeit nicht.
Der Mann Im Bauwagen
..ist der arme Hausbesitzer Günter Buchwald der die ständig neuen Ideen seiner Frau und der Künstlergruppe Farbfieber und Majobrothers zur Giebelwand anhören musste. Der endgültige Vorschlag wurde dann wie es sich für Düsseldorf gehört mit einem Killepitsch beschlossen.
Der Mann auf dem Motorrad
Er ist der erste Gastarbeiter Düsseldorfs. Ein Italiener, leider weiß keiner mehr seinen Namen. Er kam mit seiner Vespa nach Düsseldorf und lebte in Flingern.
Der Junge mit dem Schulranzen
„Der Flingerer Jong“ könnte vielleicht auch Erwin Grüneschild selbst gewesen sein? Sicher ist, dass der Jong durch die Trümmer von Flingern gelaufen ist und die wenigen Scheiben, welche durch Bomben nicht zerstört worden sind, mit seiner Flitsche zerschossen hat. So manch Erwachsener war damit nicht so ganz einverstanden.
Bekannt ist, das es zur gleichen Zeit eine kleine „Bande“ harmloser und liebenswerter äsch Flingerer Jonges gab, welche nur dummes Zeug im Kopf hatten und so manchen Unfug anstellten. Da die aber alle noch leben und rund um die Ackerstrasse, Birkenstrasse ihre Geschäfte hatten, wie Bäcker und Metzger, werden auch hier keine Namen genannt. Es sei denn sie melden sich selber. Erwin Grüneschild hat so manchen Blödsinn schon zugegeben.
Der Mann mit dem Messer
Der Massenmörder der 30iger Jahre Peter Kürten. Man nannte ihn auch den „Vampir von Düsseldorf“.
Er wohnte unauffällig mit seiner Frau auf der Mettmanner Straße.
9 Frauen hat er umgebracht, verhaftet worden ist er auf der Brücke vor dem Haus Ackerstraße 59. Seine Geschichte war zuletzt im Dez. 2006 die Vorlage für einen Fernsehrkrimi.
INFO: http://www.nrw2000.de/weimar/kuerten.htm
Fortunaspieler mit dem Ball wo die Luft raus ist!
Flingern, der Flinger Broich, das Paul-Janes Stadion, all das steht fürwww.fortuna-düsseldorf.de
Campino von www.dietotenhosen.de und seine Band unterstützen Fortuna mit viel Herz und Lokalpatriotismus. Den Fortunen geht es ja wieder gut.
Auge
Campino steht vor dem Auge. Dieses kennt jeder. Es guckt kritisch von der Giebelwand direkt hinter der Brücke links an der Cranachstrasse. Es war die erste Arbeit von www.farbfieber.de
Der Mann Auf dem Auge
„Graf Mocca von Tonelli“. Erster Boß der später berühmt berüchtigten Hellweg-Gang. Wie der Graf Mocca von Tonelli richtig geheißen hat müsste recherchiert werden.
Er selbst sah sich in der Rolle eines Robin Hood. Er klaute den Reichen den Kaffee und andere für die Nachkriegszeit Luxusgüter. Seine Verteilung war geprägt von Menschlichkeit und viel Herz.
Der Chemiekrake steht für Henkel
Das erste Werk war auf der Schlüterstraße. Die Geruchsbelästigung war enorm und der Ärger war zum Schluss so groß das die Firma Henkel den Standort verlassen musste.
Das Werk ging erst nach Reisholz um seinen endgültigen Platz später in Holthausen zu finden.
Der fröhliche Mann auf dem Dach mit der großen Brille ist natürlich Fritz Henkel.
Mehr zur Firmengeschichte Henkel erfahren sie hier:
INFO:http://www.henkel.de/int_henkel/ourcompany_de/channel/index.cfm?pageid=311
Die rote Faust
Symbolisiert die anfängliche Hausbesetzer-Szene in der Kiefernstraße. Das war eine heiße Zeit damals. Heute ist die Kiefernstrasse immer noch rebellisch, aber längst nicht mehr mit dem militanten Hintergrund der 80iger Jahre.
Die Gebäude hinter Fritz Henkel
In der schiefen Form der Gehry-Bauten im Hafen sind angeordnet: In der Mitte die alten Kühltürme der Stadtwerke. Dahinter von Links nach Rechts. Der Turm der Viktoria-Versicherung an der Fischerstraße, auf dem Dach die neuen Überwachungs-Kameras, die gehen bis Flingern, das Gebäude Arbeitsamt an der Schlüterstraße, der Fernmeldeturm (1982), das Stadttor und die neue Flughafenbrücke ganz rechts unter dem rosa Balkon.
Der blitzende Zahn
Es gibt es eine Zahnärztin im Haus www.dr-baufeld.de
Über allem fliegt ein Raumschiff
Flingern wird oft von Hubschraubern überflogen. Mit Ärzten dann ist es „Christopher“ der rote von der Uni. Oder Unfallopfer aus anderen Städten. Wir sind Landeshauptstadt und Politiker lieben es ebenfalls im Hubby über Düsseldorf einzufliegen.
Der Hubschschrauber hat aber auch Symbolcharakter.
Immer dann wenn nur so zum Spaß die „Überflieger“ einfliegen. Zum Shoppen oder ähnliches.
Bauwagensiedlungen wie am Flinger Broich nach dem Krieg gab es in ganz Deutschland. So mancher hat sich Fleiß da herausgearbeitet und ein beträchtliches Vermögen zusammengearbeitet. Die Kinder dieser Generation sind allzu oft „Überflieger“ im negativen Sinn. Sie scheinen vergessen zu haben, dass man viel Arbeiten muß um einen Hubby zu kaufen.
Möglicherweise gibt es aber doch Ufos und Raumschiffe über Flingern? Die Lichter der Automeile geben manchmal Anlass für solche Ideen.
Ganz Rechts der untere kleine Balkon
Der Stern ist das Logo der www.deg-metrostars.de nicht unbedingt Flingern, aber ein Familienmitglied ist bei jedem Spiel dabei.
Auch wenn nun die DEG umgezogen ist in den ISS-Dom nach Ratingen. Bei der Abschiedsfeier im alten Stadion wurde sehr emotional mit dem Titel von Trude Herr „ Niemals geht man so ganz“ der Sternlauf nach Ratingen angefangen.
Die beiden Balkons darüber..
………… Sie sind noch frei
Nicht weil der Familie Buchwald nichts mehr eingefallen wäre. Nein, vielmehr sind die freien Flächen die Aufforderung wieder etwas zu schaffen was noch auf die Wand kommt. Wir alle sind neugierig wie sich Flingern weiter entwickeln wird.
Die vielen kleinen Kneipen und Cafés ziehen eine Menge junger Leute an. Die Kleinkunstbühnen in den Hinterhöfen machen neugierig. Jeder Baum in Flingern wird gehegt und gepflegt. Wohnen in Flingern ist schön.
Wir, als Familie Buchwald sind heute hier zu Hause. Wir lieben Flingern. Für das große Interesse und die vielen, vielen Glückwünsche zu unserer bemalten „ollen alten Giebelwand“ bedanken wir uns herzlichst.
Alle Rechte an Bild und Text vorbehalten.
Ehepaar Heide und Günter Buchwald. Änderungen dürfen nur nach Absprache mit uns getätigt werden.
Düsseldorf
14. Februar 2007
Erneuert im Mai 2009

